Ein Stadtportrait - Marienberg im Erzgebirge

Bergstadt MarienbergStadtgründung

Im Jahre 1519 test wurden durch Clemens Schmidt (auch Schiffel genannt) reiche Silbererzvorkommen in der Gegend entdeckt. Bereits 1520 wurde der Erbstollen "Fabian Sebastian Fundgrube" aufgemacht. Schnell wurden weitere Silbererzgänge entdeckt. Diese rege Bergbautätigkeit zog viele Menschen an. Und so gründete der damalige Herzog von Sachsen und Markgraf von Meißen 1521 die Stadt Marienberg. Mit der Stadtplanung wurde Ulrich Rülein von Calw beauftragt. Dieser legte die Stadt rechtwinklig an, mit einem 1,77ha großen Marktplatz im Zentrum. In den darauffolgenden 30 Jahren entwickelte sich Marienberg zur 10. größten Stadt Sachsens.

historische Bauwerke

Von der von 1541- 1566 errichteten wehrhaften Stadtmauer sind heute noch ca. 100m erhalten geblieben. Sowie angrenzend eines von einst 5 quadratischen Stadttoren: das sog. Zschopauer Tor. Es befindet sich nur ca. 200m nördlich des Rathauses. Früher führte durch das Tor die Fahrstraße in Richtung Zschopau/Chemnitz. Bis 2006 war im Zschopauer Tor das Heimatmuseum untergebracht. Heute dienen die Räumlichkeiten vor allem für Ausstellungen.

Von den ehemaligen 4 Rundtürmen der Stadtmauer, ist der Rote Turm erhalten geblieben. Der Turm befindet sich im Osten des historischen Stadtkerns unweit des Marienberger Gymnasiums.

Marienberger KircheDie Marienberger Kirche wurde von 1558 bis 1564 erbaut. Die dreischiffige und im Osten fünfseitig geschlossene Kirche ist noch heute das höchste Gebäude der Stadt. Die Sankt Marienkirche gilt als letzte große spätgotische Hallenkirche des Erzgebirges.

Sie kann zu folgenden Zeiten besichtigt werden:
Mo-Fr: 10:00 - 17:00 Uhr
Wochenende und Feiertags: 13:00 - 16:30 Uhr

Das Marienberger Rathaus wurde von 1537-1541 errichtet. Sein Renaissanceportal von 1539 gilt als das älteste seiner Art im Erzgebirge. Auf der Rathausfassade ist das Marienberger Stadtwappen zu sehen, sowie eine Sonnenuhr angebracht.

Das älteste erhalten gebliebene Wohngebäude der Stadt ist das Lindenhäuschen. Es befindet sich an der Bergstraße 14, östlich des Marktplatzes. Es wurde 1541 als Bergarbeiter-Wohnhaus errichtet. Flankiert wird es von 2 Linden, die 2003 anstelle der alten Linden gepflanzt wurden.

Das jüngste nenneswerte historische Gebäude ist das Bergmagazin. Es wurde 1809 im Stil erzgebirgischer Spinnmühlen als viergeschossiger Bruchsteinbau mit Krüppelwalm (Dach mit 4 Schrägen) errichtet. Das Bergmagazin diente als Getreidespeicher für die Bergleute, um Hungersnöte zu verhindern. Heute ist darin das Sächsisch-Böhmische Museum (vormals Heimatmuseum des Zschopauer Tors) eingerichtet.

Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag von 10:00 - 17:00 Uhr

Weitere Informationen über die Stadt auf der Webseite der Bergstadt Marienberg